Gehalt als Lehrer in Deutschland 2026
Das Lehrergehalt variiert in Deutschland stark nach Schulform, Bundesland und Verbeamtungsstatus. Mit einem Durchschnittsgehalt von 45.000 bis 65.000 Euro brutto pro Jahr liegen Lehrer im oberen Mittelfeld. Besonders der Beamtenstatus sorgt für ein deutlich höheres Nettoeinkommen.
Gehaltsübersicht Lehrer nach Schulform
Brutto-Netto-Rechnung für angestellte Lehrer
Basierend auf einem durchschnittlichen Bruttogehalt von 4.583 € pro Monat (~55.000 €/Jahr) für angestellte Lehrer (TV-L), keine Kirchensteuer, keine Kinder, gesetzlich versichert in Bayern:
| Steuerklasse | Brutto | Steuern | Sozialabgaben | Netto |
|---|---|---|---|---|
| Steuerklasse 1 | 4.583 € | -990 € | -996 € | 2.597 € |
| Steuerklasse 3 | 4.583 € | -558 € | -996 € | 3.029 € |
| Steuerklasse 5 | 4.583 € | -991 € | -996 € | 2.596 € |
Hinweis für verbeamtete Lehrer: Beamte zahlen keine Sozialversicherungsbeiträge (Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung). Stattdessen erhalten sie Beihilfe und zahlen einen reduzierten PKV-Beitrag (~200-400 €/Monat). Das Nettoeinkommen ist daher bei gleichem Brutto ca. 500-700 € höher. Nutzen Sie unseren Gehaltsrechner für eine individuelle Berechnung.
Berechnung mit dem gehaltly.de Brutto-Netto-Rechner 2026. KV-Zusatzbeitrag: 2,9%. Ohne Kirchensteuer. Gilt nur für angestellte Lehrer.
Einflussfaktoren auf das Lehrer-Gehalt
Schulform & Besoldung
Die Schulform bestimmt die Besoldungsgruppe: Grundschule meist A12 (~3.800-4.500 €/Monat), Gymnasium/Berufsschule A13 (~4.200-5.200 €). Immer mehr Bundesländer heben Grundschullehrer auf A13 an. Die Einstufung ist bundesweit nicht einheitlich.
Bundesland
Die Besoldung variiert deutlich zwischen den Bundesländern. Bayern und Baden-Württemberg zahlen am meisten, Berlin und Sachsen am wenigsten. Der Unterschied kann bis zu 600 Euro brutto pro Monat betragen. Auch die Verbeamtungsquote unterscheidet sich.
Beamtenstatus
Der Beamtenstatus ist der größte Einflussfaktor auf das Netto. Verbeamtete Lehrer sparen die Arbeitnehmeranteile an der Sozialversicherung (~20% des Bruttos). In den meisten Bundesländern werden Lehrer verbeamtet. Berlin, Sachsen und Thüringen verbeamten seit Kurzem wieder.
Erfahrungsstufen
Die Besoldung steigt automatisch mit den Erfahrungsstufen. Von Stufe 1 bis zur Endstufe (8-12 je nach Bundesland) wächst das Gehalt um rund 30%. Beförderungen zum Oberstudienrat (A14), Fachleiter oder Schulleiter (A15/A16) bringen weitere Sprünge.
Gehaltsvergleich nach Bundesland (A13, Stufe 5)
| Bundesland | Brutto/Monat (A13) | vs. Bundesmittel |
|---|---|---|
| Bayern | 5.100 € | +8% |
| Baden-Württemberg | 5.000 € | +6% |
| Hamburg | 4.900 € | +4% |
| Hessen | 4.850 € | +3% |
| Nordrhein-Westfalen | 4.750 € | +1% |
| Niedersachsen | 4.700 € | 0% |
| Berlin | 4.600 € | -2% |
| Sachsen | 4.500 € | -4% |
| Mecklenburg-Vorpommern | 4.400 € | -6% |
Quelle: Besoldungstabellen der Bundesländer. Auswertung basierend auf Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis)
Karriereaussichten und Gehaltsentwicklung
Der Lehrerberuf bietet langfristige Jobsicherheit und planbare Gehaltsentwicklung. Der Lehrermangel in Deutschland sorgt für eine hohe Nachfrage:
- Lehrermangel: Besonders in MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) und an Grundschulen fehlen tausende Lehrkräfte. Das stärkt die Verhandlungsposition und ermöglicht Quereinsteigern den Zugang.
- A13 für alle: Der Trend geht zur Einführung von A13 für alle Lehrämter. Immer mehr Bundesländer gleichen die Grundschullehrer-Besoldung an, was deutliche Gehaltserhöhungen bedeutet.
- Aufstiegsmöglichkeiten: Fachberatung, Fachleitung, Konrektorat (A14/A15) und Schulleitung (A15/A16) bieten attraktive Gehaltssprünge. Auch der Wechsel in die Schulaufsicht oder Lehrerausbildung ist möglich.
- Pension: Verbeamtete Lehrer erhalten eine Beamtenpension (ca. 70% der letzten Bezüge), die deutlich über der gesetzlichen Rente liegt.
